Glücklich Promovieren

Episode #80

5 Schritte, wie du dich selbst motivierst und Prokrastination vermeidest

von Dr. Marlies Klamt | Glücklich Promovieren Staffel 1 Episode #80

Selbstmotivation beim Promovieren

In Episode 80 geht es darum:

  • Wie du es schaffst, dich selbst zu motivieren;
  • Welche 5 Schritte du dazu gehen kannst;
  • Wie du dadurch deine Prokrastinationsfallen vermeidest.

Die 5 Schritte in Kürze: bereite dich vor; leg los; mach’s machbar; beseitige Hürden; verbinde dich mit dem Ergebnis. Inklusive ganz konkreter Tipps, wie du die einzelnen Schritte tatsächlich praktisch umsetzt!

LESEN STATT HÖREN? Klick auf das PLUS und lies die wichtigsten Punkte der Episode nach!

5 Schritte, wie du dich selbst motivierst und Prokrastination vermeidest

Heute werde ich dir 5 Schritte vorstellen, wie du dich selbst motivierst und Prokrastination vermeidest.

Diese Schritte kannst du als Weg sehen, den du beschreitest, um wieder mehr Motivation für die Promotion zu haben.

Der Weg in Kürze:

  1. Bereite dich vor
  2. Leg los
  3. Mach’s machbar
  4. Beseitige Hürden
  5. Verbinde dich mit dem Ergebnis

Das klingt noch sehr abstrakt, ich weiß. Aber keine Angst, ich es schön konkret ür dich machen.

Schritt 1: Bereite dich vor

Schaffe dir selbst die perfekten Bedingungen, damit du motiviert arbeiten kannst. Sorge dafür, dass du genug schläfst, gesund isst und dich genügend bewegst. Dir eine Arbeitsumgebung schaffst, die für dich funktioniert. Und genügend Pausen machst und auch Urlaub.

Denn wenn die Basis nicht stimmt, dann hast du keine guten Startvoraussetzungen.

Hege deine Promotionspflanze also. Kontinuierlich. Sorge dafür, dass die Grundbedingungen stimmen, dass es einen guten Nährboden für die Motivation gibt, nach der du dich sehnst.

Schritt 2: Leg los

Denk nicht zu lange nach, bevor du anfängst. Stell dir nicht stundenlang Fragen wie: Bin ich heute motiviert oder nicht? Ist die Motivation WIRKLICH da?

Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma: Lerne, auch ohne Motivation zu arbeiten.

Wenn wir uns nach mehr Motivation sehnen, ft die Illusion, dass es immer easy, leicht sein sollte.

Ist es aber nicht.

Das Schöne ist: Oft kommt die Motivation von selbst wieder, wenn wir erst mal ins Tun kommen.

Vielleicht denkst du jetzt:

Marlies, das ist ja schön und gut. Aber hilft mir nicht weiter, denn wie soll ich ins Tun kommen ohne Motivation?

Keine Angst, ich lass dich nicht in der Luft hängen. Sondern ich werde dir eine Methode mitgeben. Und zwar die 5-Sekunden Regel von Mel Robbins.

Mel geht davon aus, dass wir uns NIE fühlen, als ob wir bereit sind, loszulegen.

In dem Moment, in dem du denkst, dass du etwas tun solltest, musst du deshalb ein Zeitfenster von 5 Sekunden nutzen, um dich dafür entscheiden, es zu tun und den ersten Schritt zu gehen.

Das kann ein physischer Schritt sein (z.B. bei einer Konferenz auf die Person zu, mit der du sprechen willst) oder aber es kann bedeuten, die Sache aufzuschreiben, eine Mail zu verschicken usw.

Die Regel ist deshalb so nützlich, weil sie gerade dann gut funktioniert, wenn du die Tendenz hast, über Dinge zu lange nachzudenken und mehr zu denken als zu machen.

Und ganz ehrlich: Es überrascht mich jetzt nicht wirklich, dass das bei Menschen, die promovieren, besonders oft vorkommt.

Also nutze die 5-Sekunden-Regel, um den Sprung vom Denken und Zerdenken hin zum Machen zu schaffen!

Schritt 3: Mach’s machbar

Plane deinen Zeitplan realistisch. Dazu gehört z.B., auch Puffer einzuplanen (siehe Episode #79 von letzter Woche).

Nimm dir nicht zu viel vor. Mach deine Ziele, deine Arbeitsaufgaben nicht zu groß. Sondern breche sie stattdessen in machbare Einheiten herunter. Einheiten, die so klein sind, dass sie dir keine Angst mehr machen.

Geh liebevoll mit dir um, wenn du hinter deinen eigenen Plänen zurückbleibst. Analysiere neutral, warum es so lief wie es lief und dann mach einfach weiter, ohne dich selbst zu bestrafen, weil du nicht so funktionierst, wie du denkst, dass du funktionieren solltest.

Schritt 4: Beseitige Hürden

Spüre Blockaden auf und beseitige sie. Manchmal steckt mehr dahinter, wenn wir uns nicht motiviert fühlen.

Dieser Punkt ist ein wenig tricky und erfordert von dir Geduld. Denn innere Blockaden sitzen oft tief und es kann dauern, bis wir herausgefunden haben, warum wir zum Beispiel eine bestimmte Aufgabe immer wieder weiterschieben oder uns drumherumdrücken.

3 Dinge, die dabei helfen können

  • Mit jemandem sprechen
  • Journaln
  • Coaching

Schritt 5: Verbinde dich mit deiner Vision / deinem Ergebnis

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine ist, zu meditieren. Hör die dazu z.B. die geführte Meditation in Podcast-Episode #4 Du hast es schon geschafft an.

Eine andere Möglichkeit ist es, ein Vision-Board anzulegen. Ein Vision-Board ist eine Collage aus all dem, was du dir wünschst. Darauf gehört alles, was du dir für dein Leben und besonders dein Promotionsleben manifestieren willst:

  • Zum Beispiel ein Bild von dir mit Doktorhut
  • Ein Bild, das den Traumjob zeigt, den du aufgrund deines Doktortitels bekommen willst
  • Auf den Prozess bezogen: Jemanden (der für dich steht), der bzw. die auf einer Konferenz vor einem begeisterten Publikum spricht. Oder das Cover einer renommierten Zeitschrift, in der du einen Artikel veröffentlichen willst.

Dieses Vision-Board hängst du dir dann gut sichtbar auf. Oder machst es wie ich, legst es dir elektronisch an und verwendest es als Desktop-Hintergrundbild.

Und noch eine dritte Möglichkeit, fallst du eher der auditive Typ bist: Interviewe dich in x Jahren – wie geht es dir dann? Was gibst du dir selbst für Ratschläge? Wie fühlt es sich an, fertig zu sein?

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Forschungsstand

Forschungsstand

So schreibst du den Forschungsstand für die Doktorarbeit: Erfahre, was rein muss und was nicht und wo du Beispiele für dein Fach findest.

Interview mit Dr. Daniela Liebscher

Interview mit Dr. Daniela Liebscher

Erfahre, warum das wissenschaftliche Schreiben und Publizieren für Frauen oft besondere Herausforderungen bereithält und wie du deinen Schreibprozess verbessern kannst.

Dissertation Puffer einplanen

Dissertation Puffer einplanen

Erfahre, welche zwei Arten von Pufferzeiten du einplanen solltest und nach welcher Faustregel du Puffer für deine Dissertation planen kannst.

Wünsch dir Was!

Du hast ein akutes Problem? Du steckst irgendwo fest? Du möchtest ein Thema vorschlagen? Du willst mehr über etwas wissen, worüber ich in einer früheren Episode gesprochen haben? Immer her mit deinen Vorschlägen!