Glücklich Promovieren

Episode #72

Promovieren als Arbeiterkind?

von Dr. Marlies Klamt | Glücklich Promovieren Staffel 1 Episode #72

In diesem spannenden Podcast-Interview spreche ich mit Katja Urbatsch darüber, wie es ist, als Arbeiterkind zu promovieren. Arbeiterkinder haben keinen Elternteil, der selbst einen Hochschulabschluss hat. Das wiederum führt oft zu vielen Herausforderungen während des Studiums und der Promotion – wenn der Schritt an die Hochschule überhaupt gewagt wird…

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Folgende Fragen gibt Katja Urbatsch in diesem Interview Antworten:

  • Haben es Promovierende immer noch schwerer während der Promotion oder haben sich die Unterschiede ausgeglichen, wenn man es bereits geschafft hat, bei der Promotion anzukommen? Also ist man da bereits so sehr ins akademische Bildungsumfeld integriert, dass es da keine Unterschiede mehr gibt?
  • Was sind die größten Probleme, mit denen Promovierende, die aus nicht-akademischen Haushalten kommen, zu kämpfen haben?
  • Was führt dazu, dass sich Arbeiterkinder oft gar nicht bewusst darüber sind, dass sie eine Sonderrolle haben bzw. dass sie in vielen Aspekten mehr Hürden haben als andere?
  • Inwiefern spielen noch andere Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel Geschlechtsunterschiede oder die Migrationsgeschichte? Und inwiefern gibt es Unterschiede über die verschiedenen Fachdisziplinen hinweg?
  • Wie müsste sich denn das akademische System selbst ändern, damit es Menschen aus nicht-akademischen Familien leichter gemacht wird, zu studieren und dann in Folge auch zu promovieren?
  • Könnte das Promotionsrecht für (Fach)Hochschulen ein Schritt sein, um mehr Arbeiterkinder zum Promovieren zu bewegen?
  • Was halten Sie davon, Gleichstellungsbeauftrage für Arbeiterkinder an Hochschulen zu etablieren?
  • Was gibt es konkret für Angebote für promovierende Arbeiterkinder, sowohl bei Arbeiterkind.de als auch darüber hinaus?
  • Haben Sie die Beobachtung gemacht, dass Personen, die keine Arbeiterkinder sind, die Probleme, die Arbeiterkinder haben, für sich beanspruchen?
  • Ein diffuses Schamgefühl, aus einer Arbeiterfamilie zu kommen – ist das etwas, mit dem Sie selbst auch konfrontiert werden?
  • Haben Sie einen Rat für die Hörerinnen meines Podcasts, wie sie ihre Promotion, glücklicher, besser gestalten können und vielleicht in diesem Fall auch ganz speziell für diejenigen, die selbst Arbeiterkinder sind?

2 Kommentare

  1. Manuela

    Es tat wirklich gut das Interview anzuhören – auch wenn ich mich intellektuell mit der Thematik viel beschäftigt habe und mich auch mit Kolleg*innen darüber austauschen konnte, hat es doch noch mal eine ganz andere Wirkung jemanden zu hören, die damit so progressiv und enttabuisierend umgeht. Tatsächlich erlebe ich auch von Freund*innen (aus nicht akademischen Familien) viel Unsicherheit trotz der Reflexion. Es ist etwas, das man als „Arbeiterkind“ überkommen möchte… so scheint mir.

    Antworten
    • Marlies

      Liebe Manuela, das freut mich sehr zu hören! Ich finde auch, dass Katja Urbatsch ein tolles und mutmachendes Beispiel ist, wie man offen mit der Thematik umgeht und habe mich sehr gefreut, dass sie bereit für ein Interview war. Es gibt noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten in diesem Bereich… Liebe Grüße Marlies

      Antworten

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