Glücklich Promovieren

Episode #60

Promotions-Superkraft Nr. 4: Coaching. Wie Promotionscoaching deine Dissertation aufs nächste Level bringen kann

von Dr. Marlies Klamt | Glücklich Promovieren Staffel 1 Episode #60

In der heutigen Episode verrate ich dir, wie dir ein Promotionscoaching helfen kann, deine Dissertation aufs nächste Level zu bringen. Damit du es dir bildhaft vorstellen kannst, werde ich in der zweiten Hälfte eine Coaching-Situation ausführlich schildern. Interessierst du dich für ein Promotionscoaching? Dann lies dir durch, wie du dich von mir coachen lassen kannst.

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    Promotions-Superkraft Coaching – Wie Promotionscoaching deine Dissertation aufs nächste Level bringen kann

    Promotionscoaching – wieso, weshalb, warum?

    In dieser Episode erkläre ich dir, was ich unter dem inflationär gebrauchten Begriff Coaching verstehe, was ein Promotionscoaching leisten kann und wieso es eine Superkraft für deine Dissertation ist.

    Damit das Ganze etwas bunter wird und nicht zu abstrakt bleibt, werde ich auch Beispiele aus Coaching-Situationen einstreuen. In der zweiten Hälfte des Podcasts werde ich eine Coachingsituation ausführlich schildern.

    Gerade dann, wenn eine Entscheidung bei dir ansteht, die die Promotion direkt betrifft oder damit zu tun hat, wenn du unzufrieden mit deiner Promotionssituation bist, vielleicht auch schon eine ganze Weile und es einfach nicht besser wird, kann Coaching wirklich zu deiner Promotionssuperkraft werden, mit deren Hilfe du da rauskommst.

    Wie hilft ein Promotionscoaching?

    Ein Coaching für die Dissertation hilft, indem es dir einen Perspektivwechsel ermöglicht und du eine Perspektive von außen auf deine Situation bekommst von jemandem, der bzw. die nicht Teil des Systems ist (wie Betreuerin, Kommilitoninnen etc.).

    Ein Coach ist damit eine Art Katalysator. Ein Coach kann nicht mehr aus einer Person rausholen, als schon in ihr drinsteckt. Aber er kann ihr helfen, dass all das, was sie in sich trägt, aktiviert wird. Also dass du alle deine Promotions-Superkräfte auch nutzt und sie nicht nur ungenutzt in dir vor sich hinschlummern.

    Ein Beispiel aus dem Bereich Sport, wo der Begriff Coaching ursprünglich herkommt: Du kannst nicht  höher springen, als dein Körper kann. Mit Hilfe eines Coachs kannst du aber deine maximale Sprunghöhe erreichen. Das, was du maximal erreichen kannst.

    Ein Coach weiß auch nicht, was du wirklich brauchst und willst. Es ist ja keine allwissende Person. Aber er bzw. sie kann dir durch gezielte Fragen helfen herausfinden, was das sein könnte.

    Die Probleme hinter den Problemen

    Damit lassen sich zum Beispiel Probleme hinter den Problemen entdecken.

    Letzte Woche hatte ich im Podcast ein Interview mit Andrea geführt. Andrea hatte in ihrer eigenen Promotion plötzlich eine Schreibblockade. Ihr eigentliches Problem war aber, dass eine Entscheidung im Promotionsprozess anstand.

    Da helfen dann auch 100 verschiedene Wege nicht, wieder ins Schreiben zu kommen, wenn das eigentlich nicht das Problem ist. Sondern es gilt, erst einmal diese Entscheidung zu treffen – in diesem Fall inhaltliche Ausrichtung der Promotion. Dann flutscht es auch wieder von selbst.

    Ein guter Promotionscoach hört nicht nur darauf, was du sagst, sondern auch darauf, WIE du es sagst. Sprichst du mit Enthusiasmus und Motivation? Oder benutzt du zwar Worte, die Motivation signalisieren, aber sprichst eigentlich bedrückt und bist in dich zusammengesunken?

    Die Chemie zwischen Promotionscoach und Coachee muss stimmen

    Was ganz wichtig bei einem Promotionscoaching ist, dass die Chemie zwischen Coach und Coachee stimmt. Wenn der Coach noch so gut ist, aber du mit ihrer oder seiner Art nichts anfangen kannst und es keine Person ist, von der du etwas annehmen kannst, dann wird dich das Coaching nicht weiterbringen.

    Ich zum Beispiel bin ziemlich direkt und geradeheraus. Wenn du meinen Podcast schon länger hörst, dann weißt du, was ich meine. Ich bin kein Fan davon, um den heißen Brei herumzureden, sondern Dinge beim Namen zu nennen. Aber immer auf eine respektvolle und liebevolle Weise mit Verständnis für dich, deine Situation und deine Probleme.

    Denn ich kann sehr gut nachvollziehen, wie sich Promotionsprobleme anfühle. Viele von den Problemen, mit denen du kämpfst, habe ich selbst erlebt.

    Hat ein Promotionscoach aus dem Gral der Weisheit getrunken?

    Allerdings habe ich NICHT aus dem Gral der Weisheit getrunken und kann dir auch nicht die Zauberlösung für alle deine Probleme auf dem Silbertablett servieren. Das ist auch gar nicht der Anspruch von einem Promotionscoaching.

    Aber was ich tun kann, ist dich dabei zu unterstützen, Schritt für Schritt zu einer Promotion zu finden, die dich glücklicher macht, als das was du gerade erlebst.

    Beim Promotionscoaching geht es nicht darum, dass du dann nur noch mit der Hilfe einer anderen Person vorankommst. Im Gegenteil. Es geht darum, dich in eine Position zu versetzen, von der du selbst (wieder) gut weitermachen kannst.

    Ums mal wieder bildlich auszudrücken:

    Sozusagen gemeinsam ein paar Steinbrocken aus dem Weg räumen, die für dich allein zu schwer waren. Oder die so groß waren, dass du sie gar nicht als solche erkannt hast, sondern dich nur verwundert gefragt hast, warum du gerade vor einer Wand stehst und keinen Weg vorwärts mehr sehen konntest.

    Promotionscoaching kann in allen Phasen der Dissertation hilfreich sein

    Coaching ist ein Instrument, das dir in allen Phasen deiner Promotion helfen kann.

    • Es kann dich dabei unterstützen, überhaupt erst einmal Klarheit darüber bekommen, ob du promovieren solltest oder nicht.
    • Es kann dir helfen, direkt am Anfang deine Promotionszeit so zu planen und zu strukturieren, dass du auf einer guten Basis startest
    • Aber auch wenn du schon eine ganze Weile dabei bist und dich plötzlich an einem Punkt wiederfindest, wo du unzufrieden bist und vielleicht sogar daran zweifelst, ob du überhaupt weitermachen solltest, kann dir ein Coaching dabei helfen, wieder gute Arbeitsroutinen zu etablieren – oder aber, und das ist auch kein Versagen, sondern kann für dich die richtige Lösung, sogar die Entscheidung zu treffen, die Promotion bewusst abzubrechen.
    • Und natürlich kann dich ein Coach auch auf den letzten Metern deiner Promotion unterstützen. Zum Beispiel dann, wenn dir droht, die Puste auszugehen, weil du die Ziellinie schon so nahe gesehen hast, nur ein paar hundert Meter Luftlinie vor dir. Aber dabei übersehen hattest, dass davor noch diese Schlucht zu überwinden ist…

    Themen, die in einem Coaching bearbeitet werden können:

    • Alles rund ums Zeitmanagement – wenn du das Gefühl hast, nicht genug oder zu unregelmäßig an deiner Doktorarbeit zu arbeiten
    • Alles rund ums Schreiben – außer der Inhalt selbst – aber solche Fragen wie „Wie entwickle ich eine Schreibroutine? Wie löse ich Schreibblockaden auf? Wann sollte ich anfangen zu schreiben? Wann bin ich fertig mit einem Kapitel?“
    • Alles rund um die Work-Life-Balance: kann Fragen in Bezug auf deine Zeitaufteilung beeinflussen, aber hat oft auch viel damit zu tun, wie du Prioritäten setzen willst

    Promotionscoaching – ein konkretes Beispiel

    Um dir mal ein konkretes Beispiel zu geben: Nehmen wir an, du willst ein Promotionscoaching machen, weil du unzufrieden bist damit, wie das Verhältnis von Arbeitszeit und Output ist im Vergleich von deinem Job an der Uni zu deiner Arbeit an der Promotion. Also du findest zum Beispiel, dass der Unijob jede Menge Zeit frisst und du daneben so wenig zum Promovieren kommst. Du ärgerst dich darüber, dass du ständig hinter deinem selbst verfassten Zeitplan meilenweit hinterherhinkst.

    Der erste Schritt

    In einem Coaching würde ich dir erst mal auf den Zahn fühlen, was dich an der Situation am meisten ärgert oder frustriert. Also erst mal noch mal einen Schritt zurückgehen und nicht gleich nach Lösungen suchen.

    Wir würden also nicht direkt die Symptombekämpfung starten – und das ist etwas, das man oft macht, wenn man alleine eine Lösung für ein Problem sucht – sondern wir würden versuchen, erst mal die Ursache herauszufinden, den Kern, das, was eigentlich dahinter steckt

    Da können dann ganz unterschiedliche Antworten herauskommen:

    • Zum Beispiel, dass du dich mit anderen vergleichst, die viel schneller vorankommen als du – aber vielleicht Vollzeit mit einem Stipendium promovieren
    • Oder dass du eigentlich ganz gut vorankommst, aber es dich ärgert, dass du nie dort bist, wo du laut Zeitplan eigentlich sein solltest
    • Oder, dass du gefrustet bist, weil du eine Teilzeitstelle hast, aber jeden Tag außer Freitag deine 8 Stunden im Büro bist und kannst in dieser Zeit auch nicht an deiner Diss arbeiten

    Du siehst schon, bei jeder dieser Antworten, würden wir jetzt in eine ganz andere Richtung gehen im Coaching-Gespräch. Denn da stecken jeweils komplett unterschiedliche Glaubenssätze, Probleme und Befindlichkeiten dahinter.

    Nehmen wir mal an, dass letzteres bei dir der Fall wäre, also dass du frustriert bist, weil du mehr als vertraglich vereinbart arbeitest und deshalb nicht zu deiner Promotion kommst.

    Der zweite Schritt

    In einem Promotionscoaching würden wir uns jetzt diese Situation näher anschauen:

    • Wir würden zusammen schauen: Was wird wirklich gefordert, was machst du nur aus Pflichtbewusstsein – ist es vielleicht die Anerkennung, die dir fehlt und du hast gar kein Problem mit der Arbeit an sich?
    • Ist die Kommunikation mit deinem Chef, deiner Chefin schwierig, ist das etwas, wo du einen Weg brauchst, deine Bedürfnisse zu kommunizieren?
    • Weiß dein Vorgesetzter vielleicht gar nicht, wie viele Stunden du arbeitest (oder hat nicht auf dem Plan, dass du nur Teilzeit angestellt ist – auch das soll es geben)? Oder denkt, dass du das schon selbst im Griff hast und er dich nicht vom Arbeiten abhalten will?

    Der oder diejenige weiß ja auch gar nicht, woran du wann genau arbeitest und ob du nicht z.B. auch was für deine Diss machst, wenn du im Büro sitzt…

    So und dieser letzte Punkt macht auch schön deutlich, wo ich in meinen Promotionscoachings immer ansetze – nämlich bei dir!

    Warum setze ich jetzt immer bei dir an? Weil du die einzige Person bist, an deren Verhalten du etwas verändern kannst. Darüber habe ich auch in einer früheren Podcast-Coaching-Episode schon einmal gesprochen (Titel. „Meine Betreuerin mag mich nicht“ – siehe den Link oben).

    Der dritte Schritt

    Und erst dann, wenn wir herausgefunden haben, welches die Richtung ist, in der wir nach der Lösung suchen sollten, dann können wir auch wirklich damit anfangen, an dieser Lösung zu arbeiten.

    Also schauen wir dann im nächsten Schritt, was du genau tun kannst, was du verändern willst, um eine neue Situation zu schaffen, in der du dich besser fühlst und mit deiner Promotion so vorankommst, wie du es dir wünschst

    Drei Schritte – und dann ev. noch einmal von vorne

    Diese Dreiteilung – Schilderung deiner Situation, Fragen, Fragen, Fragen von mir, um dem Problem auf den Grund zu kommen, es einzugrenzen und dann erst die Suche nach Wegen, wie du raus aus der Situation kommst bzw. sie verbessert ist die Basis für viele Coaching-Gespräche

    Es kann auch ein zirkulärer Prozess sein, das heißt wir fangen an nach der Lösung zu suchen und merken dann, dass wir das Problem erst beim Rockzipfel erwischt hatte, aber eigentlich noch viel mehr dahintersteckt.

    Dann geht es wieder einen Schritt zurück und wir readjustieren die Richtung noch einmal.

    Reicht nicht auch der Podcast?

    Falls du dich vor dem Anhören der Episode gefragt hast, ob du ein Coaching brauchst, oder ob es nicht reicht, wenn du dir meinen Podcast anhörst, sollte jetzt recht deutlich geworden sein, was ein Coaching leisten kann, das der Podcast nicht schafft.

    Wenn es dir in Bezug auf ein bestimmtes Problem schon hilft, dir eine passende Podcast-Episode dazu anzuhören, dann ist das super und dann brauchst du auch kein Coaching zu buchen.

    Aber eine Podcast-Episode ist ja im Prinzip das Gegenteil einer Coaching-Session, wenn ich so darüber nachdenke. Denn im Podcast spreche ich einen Monolog und du hörst zu und im Coaching geht es wirklich nur um dich, du sprichst, ich höre zu und versuche dich durch Fragen dazu zu bringen, selbst herauszufinden, wo das Problem liegt und wie es sich lösen lässt.

    Das heißt im Promotionscoaching können wir im Gegenteil zum Podcast ganz genau auf deine spezifische Situation eingehen und dann eben auch solche Dinge herausfinden wie dass dein eigentliches Problem ein anderes ist, wie das, was du selbst gedacht hast, dass dein Problem ist – und es deshalb auch andere Lösungsansätze braucht.

    Wieso ist Doktorarbeits-Coaching also eine Promotions-Superkraft?

    Deshalb habe ich Coaching auch als Promotionssuperkraft beschrieben – manchmal dreht man sich selbst im Kreis und im Kreis um etwas, weil man beispielsweise vermeiden will. Zum Beispiel, eine Entscheidung zu treffen, die ansteht, so wie in dem Beispiel von Andrea und ihrer Schreibblockade.

    Und da kann es einfach ungemein helfen, wenn du dir jemanden von außen holst, der unvorbelastet und mit frischem Blick auf deine Situation schaut und dir hilft, dass du Klarheit darüber bekommst, was die nächsten Schritte sein können, um deine Situation zu verbessern und – tödödödö, Trommelwirbel: GLÜCKLICH ZU PROMOVIEREN!

    Wenn du selbst jetzt vielleicht schon länger eine Entscheidung mit dir herumgetragen hast in Bezug auf deine Promotion oder in einer Situation steckst, die unangenehm ist und da einfach nicht rauskommst, dann überlege doch mal, ob ein Coaching nicht die Superkraft sein könnte, die dich da rausholt. Und mit deren Unterstützung du es schaffst, das Promotionsjahr 2020 zu einem glücklichen zu machen.

    Interesse an einem Promotionscoaching?

    Dann melde dich am besten direkt zu einem kostenlosen Vorgespräch mit mir an, um zu schauen, ob die Chemie zwischen uns stimmt und ob ich dir bei deinem spezifischen Problem weiterhelfen kann.

    Ich freue mich sehr, wenn du mich als Promotions-Superkraft an deine Seite holst und ich dich auf deinen persönlichen Weg hin zu einer glücklichen Promotion begleiten darf!

    Bei Fragen schreib mir einfach direkt an marlies@promotionsheldin.de

    Wir hören uns dann wieder nächste Woche – bis dahin freudiges Promovieren!

    Deine Marlies

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