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weiche Zeitmarker

7 Ideen für die Zeitmessung Abseits von Pomodoro

Podcast GLÜCKLICH PROMOVIEREN: Episode #148

Podcast Dissertation
7 Ideen für weiche Zeitmarker beim Promovieren

Bist du kein Fan von Zeitmessungstools wie Pomodoro & Co?

Dann habe ich eine Alternative für dich: weiche Zeitmarker. Statt die Zeit in Sekunden und Minuten zu messen, nutzt du andere Möglichkeiten, um die Dauer einer Arbeitseinheit festzulegen. Im folgenden mache ich sieben Vorschläge für weiche Zeitmarker, die du nutzen kannst. 

Ein weiteres gutes Anwendungsgebiet für weiche Zeitmarker sind Selbstreflektionsübungen – oder einfach Aufgaben, bei denen dich eine tickende Uhr stört. 

7 Vorschläge für weiche Zeitmarker

Vorschlag 1: Räucherstäbchen

Nr. 1 ist für mich der Klassiker unter den weichen Zeitmarkern und zwar sind das die Räucherstäbchen. Von manchen geliebt, von anderen gehasst, musst du natürlich selbst entscheiden, ob du diesen Zeitmarker nutzen willst. Wenn dich der Geruch von Räucherstäbchen kirre macht, dann kannst du natürlich auch eine der weiteren sechs Vorschläge nutzen.

Ich mag die Räucherstäbchen als Zeitmarker besonders gerne, weil ich die Zeit, die sie zum Runterbrennen benötigen, brauchbar zum Arbeiten finde. Je nach Länge des Räucherstäbchens und je nachdem, wie zugig es bei dir ist, dauert es normalerweise eine halbe Stunde bis Stunde, also zwischen ein und zwei Pomodoros.

Vorschlag 2: Teelichter oder Kerzen

Teelichter oder Kerzen eignen sich gut als Zeitmarker für eine längere Arbeitseinheit, z.B. einen ganzen Vormittag, den du mit deiner Promotion zubringen willst. Nutze am besten die kleinen, flachen Teelichter, die nur ein paar Stunden zum Abbrennen brauchen. Bei einem großen Teelicht schiebst du sonst unter Umständen eine Vierundzwanzig-Stunden-Schicht. 😉 Dasselbe gilt für Kerzen.

Innerhalb dieser Arbeitseinheit empfehle ich dir auf jeden Fall Pausen zu machen. Wenn du dafür auch einen Zeitmarker möchtest, kannst du einfach einen der Vorschläge für kürzere Zeiteinheiten mit deinem Teelicht-Marker kombinieren.

Vorschlag 3: Playlisten 

Hörst du gerne Musik beim Arbeiten? Bei mir hängt es sehr stark von a) der Musik und b) der Art der Arbeit ab. Vor allem bei Tätigkeiten, bei denen ich nicht viel Denken muss,  höre ich manchmal gerne Musik. Das Schöne an diesem Zeitmarker ist, dass du die Länge genau vorab bestimmen kannst. Reicht dir ein Lied von drei Minuten? Oder machst du dir lieber eine einstündige Playlist an? Alles ist möglich. 🙂

Doktorandin arbeitet mit Musik

Vorschlag 4: Deine persönliche Sonnenuhr

Die vierte Möglichkeit eines weichen Zeitmarkers, die ich dir vorstellen möchte, ist die Sonne zu nutzen. Leider hat diese Methode zwei Einschränkungen:

  1. Sie funktioniert nur in Räumen, in denen du direkte Sonneneinstrahlung hast.
  2. Sie funktioniert nur, wenn die Sonne scheint.

Trifft beides zu, kannst du die Sonnenstrahlung in einem bestimmten Ort deines Arbeitsplatzes nutzen, um daran die Zeitspanne, die du an deiner Dissertation arbeiten möchtest, festzulegen. Ein Beispiel: Du kannst arbeiten, bis die Sonne einmal komplett über dein Sofa gewandert ist.

Vorschlag 5: Dein Lieblingsgetränk als Zeitmarker

Egal, ob du gerne Kaffee oder Tee trinkst – du kannst einfach die Zeit als Marker nehmen, die du benötigst, um dein Lieblingsgetränk zu trinken. Solltest du deinen Kaffee in zwei Minuten herunterkippen, ist es unter Umständen besser, auf ein Getränk auszuweichen, das du langsamer konsumierst. 😉

Wie wäre es z.B. mit einem Liter Wasser? Dann hast du auch gleichzeitig deiner Gesundheit noch etwas Gutes getan. 

Die Produktiver Promovieren Challenge

Vorschlag 6: Die Waschmaschine

Kommen wir zu einem weniger romantischen Vorschlag. Auch die Zyklen, die ein Haushaltsgerät benötigt, um seine Arbeit zu verrichten, kannst du wunderbar als weichen Zeitmarker nutzen. Zwei Beispiele: die Waschmaschine oder die Spülmaschine. Ich weiß z.B., dass unsere Waschmaschine je nach Programm zwischen einer Stunden und drei Stunden benötigt. Sobald das Schleudern aufhört, kann ich also meine Arbeit beenden und eine Pause machen. Netter Seiteneffekt: Da ich diese zum Wäsche aufhängen nutze, bewege ich mich auch direkt ein wenig und bin an der frischen Luft, statt doch am Schreibtisch hängen zu bleiben.

Vorschlag 7: Eine geschriebene Seite

Und noch ein letzter Vorschlag. Du kannst dir als weichen Zeitmarker auch eine Output-orientierte Aufgabe setzen. Also z.B., die Zeit, die es dauert, um eine Seite zu schreiben – egal ob am PC oder handschriftlich. Dieser Zeitmarker lässt sich auch gut mit deinen Tageszielen abstimmen, solltest du gerade in der Schreibphase sein: Wenn x Seiten geschrieben sind, hast du dein Tagesziel erreicht und kannst mit gutem Gewissen Feierabend machen. 

Hast du noch weitere Ideen für weiche Zeitmarker? Lass mir gerne einen Kommentar da und erzähle mir davon!

Ressourcen & Quellen aus der Episode: 

Episode 14: Effizient und schnell mit Pomodoro

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2 Kommentare

  1. Sabine Hübner

    Die ‘weichen’ Marker – ich habe schon davon gehört, Teelichter bereits verwendet, hab’s aber aus den Augen verloren. Die Flasche Wasser, was für eine gute Idee! Das probiere ich JETZT sofort aus, denn vor mir seht ein alkoholfreies, fast ausgetrunkenes Radler und ein Glas Wasser. Und wenn die ausgetrunken sind, mache ich Feierabend, YEAH!

    Antworten
    • Marlies

      Liebe Sabine,
      ja, die Flasche Wasser finde ich auch besonders gut. Mir fällt es nicht so leicht, über den Tag genug zu trinken und so schlage ich zwei Fliegen mit einer Klappe 🙂 Alkoholfreies Radler könnte dann bei mir das Getränk für die Zeitmessung NACH der Mindestwassermenge sein 🙂
      Liebe Grüße und genieße den (nächsten) Feierabend
      Marlies

      Antworten

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Hallo, ich bin Dr. Marlies Klamt!

Jahrelang habe ich selbst nach einem Weg gesucht, glücklich und zufrieden zu promovieren. Ich musste meine eigene Dissertation sogar 2x schreiben, bis ich ihn gefunden habe. Im zweiten Anlauf war ich nicht nur nach 9 Monaten fertig, sondern hatte die beste Work-Life-Diss-Balance meiner gesamten Promotionszeit.

Heute unterstütze ich Doktorandinnen wie dich durch Coachings, Kurse und meinen Podcast "Glücklich promovieren". Ich glaube fest daran, dass alle Superkräfte, die du für eine glückliche Promotion brauchst, bereits in dir schlummern. Lass sie uns gemeinsam wecken!

Dr. Marlies Klamt